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gEMiDe erster Bundessieger bei Integrationswettbewerb


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Projektleiter Eric Feise, Projektleiterin Hülya Feise, Prof. Dr. Thomas Olk und Otto Höhne (v.l.n.r.)

Sie kommen aus der Türkei, Iran, Goergien und anderen Ländern, meist aus dem mittleren Osten – und ihr ehrenamtlicher Einsatz in Hannover hat die Berliner Stiftung "Bürger für Bürger" so überzeugt, dass sie dem Projekt  "gEMiDe"  jetzt in einem bundesweiten Wettbewerb den ersten Preis unter 180 Konkurrenten zuerkannte. Das bringt zunächst 2500 Euro in die Kasse, wichtiger noch aber dürfte Koordinator Eric Feise die Auszeichnung an sich sein: Schirmherr der Stiftung ist der frühere Bundespräsident Roman Herzog.

Die Idee des 2001 gegründeten Projekts schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Die 97 Migranten helfen ehrenamtlich, wo sie gebraucht werden – und weil sie viel mit Deutschen zu tun haben, fällt Integration leichter. Sie besuchen alte und kranke Menschen, kümmern sich um Einsame und erleichtern Müttern den Alltag. Etwa 90 % der "gEMiDe"- Mitglieder sind Frauen. Wer Hilfe braucht , erfahren sie meist von der Stadtverwaltung. Das Jugendamt meldet sich wie auch das Sozialamt bei "gEMiDe" . Bei Landessportbund machen Migranten Übungsleiterscheine, um in Vereinen zu helfen. Feise sagt, wichtig sei "Kommunikation auf Augenhöhe" zwischen Migranten und Deutschen.

Die etwas merkwürdige anmutende Abkürzung "gEMiDe" steht für  "Förderung des gesellschaftlichen Engagements von MigrantInnen und eingebürgerten Deutschen durch ehrenamtliche Tätigkeit" . Das Projekt bietet Deutsch-Kurse in der Volkshochschule an, damit das Ehrenamt erst möglich wird. (...) Der Bund Türkisch-Europäischer Unternehmer ist Träger des Projekts.

 

Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung (19.04.2006, Seite 18, gum)

 
     
 
 
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