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Interview mit Hülya Feise

Förderung des gesellschaftlichen Engagements durch Ehrenamt

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Wie entstand die Idee zu gEMiDe?

H.F.: Die ldee zur Entwicklung von gEMiDe ist Resultat meiner eigenen Erfährungen mit ehrenamtlicher Tätigkeit in der Türkei, und daran anknüpfend seit meiner Ankunft vor zehn Jahren auch hier in Deutschland. Das gesellschaftliche Umfeld hat mir die Möglichkeit gegeben, auch in einem fremden Land aktiv zu werden, und damit seine Strukturen zu begreifen und zu nutzen.

Welchen Ansatz verfolgt das Projekt?

H.F.: Empowerment. Bei den Aktivitäten setzen wir stark an den Sebsthilfepotenzialen der Gruppenmitglieder an. Auch streben wir den integrativen Ansatz an. Jede Gesellschaft braucht Menschen, die nicht nur kulturelle und soziale Standards erfüllen, sondern die in der Lage sind, solche Standards auch selbständig zu kreieren bzw zu erweitern.

Wie genau erfolgt die Vermittlung?

H.F.: Die Vermittlung von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen vollzieht sich auf ganz  unterschiedliche Art und Weise. Wir bekommen Anrufe von Institutionen, und aus den Netzwerken, in die wir inzwischen eingebunden sind. Auch gehen wir als Projektleitung aktiv auf entsprechende Träger zu. Im Rahmen der direkt aufsuchenden Beratung checken wir die Umgebung, und die Möglichkeiten bei den jeweils bedürftigen Personen. Dann folgt dle Suche nach den geeigneten freiwillig tätigen Personen in unseren Reihen. im Anschluss daran gibt es dann ein Gespräch mit allen Akteuren vor Ort. Inzwischen konnten bereits mehr als 90 ehrenamtliche Personen vermittelt werden.

Worin siehst Du Deine Rolle in dem Projekt?

H.F.: Ich selbst verstehe mich als lmpulsgeberin, und dennoch arbeiten alle im Projekt auf Augenhöhe zusammen und lernen voneinander. Durch meine Offenheit fand ich von Anfang an vielerlei Unterstützung durch meine MentorInnen.

aus: Förderung des gesellschaftlichen Engagements durch Ehrenamt
in: Abschlussdokumentation MigranIinnen stärken - Stärken von MigrantInnen, Hg: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW), Geschäftsstelle EQUAL EP Simba, 2005, Seite 40

 
     
 
 
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